 | | Die Arbeit des Prüflaboratorium Orga Lab steht häufig im Rampenlicht der Öffentlichkeit und wird aufgrund der ökologischen und politischen Tragweite durch die Presse dokumentiert. Hierzu haben wir Ihnen ein paar Beispiele aus Fachzeitschriften und der Tagespresse zusammengestellt. | |
| Nürnberger Abendzeitung 24.08.2006 | | Die Imkerei im Sicherheits-Trakt Der Umwelt zuliebe: Nürnberger Flughafen hält sich zwei Bienenvölker | | | Nürnberg, 30000 Honigbienen sind am Nürnberger Flughafen in einer besonderen Mission unterwegs: Sie »fliegen« Streife für eine gesunde Umwelt. Ihr gesammelter Honig zeigt, wie sauber die Luft dort ist. »Bio-Monitoring« nennt man das Verfahren, bei dem mit Hilfe von Organismen Umwelt-Schadstoffe aufgespürt werden sollen. Da Kerosin und Gummi-Abrieb zu hohen Belastungen führen können, will der Airport untersuchen, ob der Flugverkehr die Luftqualität negativ beeinflusst. Da gleich neben dem Gelände das Knoblauchsland liegt, wo Bauern gesundes Gemüse anbauen wollen, ist es besonders wichtig, dass die Luft hier sauber ist. »Die Bienen ergänzen die Aufgabe von Gutachtern, die mit ihren Stichproben jeweils nur Werte einzelner Pflanzen und Böden erfassen können, während die Bienen das ganze Terrain im Umkreis von drei Kilometern erreichen und so eine verlässlichere Aussage liefern«, erläutert Dieter Herold, Leiter der Abteilung Umwelt am Flughafen. Das sei nicht nur effektiv, sondern auch weitaus billiger als das klassische »Gemüsegutachten«. Die zwei Bienenvölker mit ja 15000 fleißigen Honigsammlerinnen werden seit 2003 vom flughafeneigenen Imker Erwin Schmidt betreut. Jede Biene macht pro Tag ca. 40 Ausflüge und besucht dabei etwa 4000 Blüten. Das ich die Stöcke am Ende der Landebahnen direkt am Wald befinden, haben die Brummer als Arbeitsplatz ein schönes Stück Natur. Ein weiteres Privileg, das die Airport-Bienen genießen: »Sie stehen im Sicherheitsbereich des Flughafens und sind damit Nürnbergs bestgeschützte Bienen«, so Imker Schmidt. Das Zirndorfer Umweltlabor »Prüflaboratorium Orga Lab« nimmt zweimal im Jahr Proben des Airport-Honigs unter die Lupe und Geschäftsführer Volker Liebig ist von dessen Qualität überzeugt: »Schadstoffe wurden bisher entweder gar nicht oder in deutlich unter dem Grenzwert liegenden Bereichen festgestellt«. Jährlich sammeln die Flughafen-Bienen etwa 30 Kilo Honig. Damit hat die Schadstoffüberwachung noch einen süßen Nebeneffekt. Der Honig wird in kleine Gläschen abgefüllt und treuen Flughafenkunden als Geschenk überreicht. | |
| DER LOKALANZEIGER 04.12.2005 | | | Urkunde für vorbildlichen Arbeitsschutz überreicht | | | Das Analyselaborunternehmen Prüflaboratorium Orga Lab in Zirndorf wurde jetzt für ihr vorbildliches Arbeitsschutzmanagement ausgezeichnet. An Geschäftsführer Volker Liebig händigte Regierungspräsident Karl Inhofer das OHRIS -Zertifikat Aus. Zur Urkundenverleihung gratulierten auch Landrätin Gabriele Pauli und Bürgermeister Gert Kohl.OHRIS – (Occupational Health- and Risk-Managamentsystem) – das steht für zertifizierten Arbeitsschutz auf hohem Niveau. Es wurde von der bayerischen Gewerbeaufsicht zusammen mit der Industrie entwickelt und stellt nach Worten von Karl Inhofer »ein wirkungsvolles und innovatives Instrument zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und der Anlagensicherung am Arbeitsplatz« dar. Analysieren, Prüfen, Testen – so umreißt Volker Liebig die Aufgaben des Zirndorfer Umwelt- und Pharmalabors. Orga Lab ist beispielsweise Auftragnehmer des Landkreises im Bereich der Deponieüberwachung. Im Betrieb sind derzeit 30 hochqualifizierte Mitarbeiter, vom Chemiker und Pharmazeuten bis zum Ingenieur beschäftigt. Im Landkreis Fürth ist es das erste OHRIS – zertifizierte Unternehmen. Kleine und mittlere bayerische Unternehmen bis zu 150 Beschäftigte erhalten Zuschüsse, wenn sie OHRIS einführen wollen. Informationen erteilt das Gewerbeaufsichtsamt unter 0911-9282865 (Herr Neubig). | |
| FÜRTHER NACHRICHTEN 12.11.2005 | | Schutz bei der Arbeit Orga Lab aus Zirndorf hat neues Zertifikat erworben | | | ZIRNDORF (fn) – In Deutschland ereignet sich alle 25 Sekunden ein Arbeitsunfall. Unternehmen, die sich daher für mehr Schutz und Sicherheit am Arbeitsplatz einsetzen, können wie die Firma Orga Lab aus Zirndorf das neue OHRIS-Zertifikat erwerben. Regierungspräsident Karl Inhofer war eigens nach Zirndorf gekommen, um Orga Lab – Geschäftsführer Volker Liebig das Zertifikat zu überreichen.Orga Lab gehört in Mittelfranken zu einem Kreis von 17 Unternehmen – in ganz Bayern sind es 152 – die das neue Arbeitsschutzmanagementsystem eingeführt haben. Laut Inhofer hat der Arbeitsschutz in Deutschland zwar ein hohes Niveau erreicht, jedoch haben Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen, im Gegensatz zu früher, oft keine technischen Ursachen mehr. Zunehmend sei »menschliches Versagen« die Unfallursache.In der gewerblichen Wirtschaft werden in Deutschland jährlich rund 1,1 Millionen Arbeitsunfälle beziehungsweise Berufskrankheiten mit 2600 Todesfällen registriert. Um dem entgegenzuwirken, hat die bayerische Gewerbeaufsicht gemeinsam mit der Industrie OHRIS (Occupational Health – and Risk-Managementsystem) entwickelt. Damit können Unternehmen mögliche Ursachen für Störungen in der Produktion sowie Mängel in der Ablauforganisation und in Verfahrensanleitungen entdecken und abstellen. Systemprüfung und Zertifikat sind kostenfrei. Das Zertifikat bietet nach den Worten Inhofers Vorteile für Beschäftigte, aber auch für Unternehmen: Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz bedeute für die Betriebe auch weniger Ausfallzeiten der Beschäftigten und dadurch weniger Stillstand der Maschinen und Anlagen. Durch OHRIS werden daher nicht nur Arbeitsschutz und Anlagensicherheit verbessert, sondern es können auch Kosten gesenkt werden. Der Freistaat Bayern fördert kleine und mittlere Betriebe mit zehn bis 150 Beschäftigten finanziell, wenn sie ein Arbeitsschutzmanagement einführen. Das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung unterstützt die Betriebe dabei eine kostenlose Beratung. | |
| PRESSEMITTEILUNG FLUGHAFEN DRESDEN (47/04), 2.12.2004 | | | Der reine Genuss: Honig vom Flughafengelände besitzt einwandfreie Qualität | | | »Kann ich die Kirschen aus meinem Garten noch essen?« oder »Wird der Belag auf meinen Gartenmöbeln von Schadstoffen aus Flugzeugen verursacht?« So oder ähnlich lauten Fragen, die Anwohner des Flughafens Dresden häufig an die Stabsstelle Umweltschutz des Flughafens Dresden stellen. Sie spiegeln die Befürchtungen der Anwohner bezüglich der Belastungen durch vom Luftverkehr verursachte Schadstoffe wieder. Mit einem besonderen Umweltprojekt hat die Flughafen Dresden GmbH im laufenden Jahr diese Problematik näher untersucht. Von April bis Oktober dieses Jahres wurden auf dem Flughafengelände zwei Bienenvölker gehalten, die den Schadstoffausstoß der startenden und landenden Flugzeuge überwachen sollten. Biomonitoring heißt dieses Verfahren, bei dem lebende Organismen eingesetzt werden, um Schadstoffverbreitungen nachzuweisen. Die Bienen eignen sich deshalb sehr gut, weil sie Schadstoffe direkt über Wasser und Luft oder auch indirekt über die Nektar- und Pollenfracht aufnehmen können. Da die Bienen auf ihrer Suche nach Nahrung ein Gebiet von ca. 12 km² abdecken, kann die Untersuchung des Honigs repräsentativ aufzeigen, wie sich die Schadstoffbelastung des Gebietes zusammensetzt. Es ergibt sich quasi ein Bild der Umweltbedingungen im Erntegebiet. Im Auftrag der Flughafen Dresden GmbH betreute der Imker Ekkehard Rambach aus Langebrück in diesem Jahr zwei seiner Völker auf dem Flughafengelände. Er stellte die Körbe im nordöstlichen Bereich des Flughafengeländes im Betriebsbereich der Regenrückhalteeinrichtungen des Schelsbaches auf. Damit deckte der Aktionsradius der Bienen (zwischen 2 bis 4 km) sowohl den Bereich der Start- und Landebahn, als auch angrenzende Bereiche von Weixdorf und Gebiete nordwestlich der Autobahn BAB4 ab. Die Ernte der so genannten Frühjahrs- und Sommertracht im Mai und Juni ergab zusammen ca. 50 kg Honig. Ein Teil davon wurde als Probenmaterial für Laboruntersuchungen genutzt. Zwei anerkannte Institute analysierten die Proben. Die Untersuchung der Honigproben auf die Parametergruppen Schwermetalle, Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylol (BTEX) führte das nach ISO 17025 akkreditierte und nach § 14 AMG zugelassene Analytiklabor Prüflaboratorium Orga Lab in Zirndorf durch. Diese Parameter gelten als typische »verkehrsbedingte« Substanzen. Schwermetalle konnten nicht bzw. nur in geringen Konzentrationen nachgewiesen werden. Sie unterschritten die als Entwurf vorliegenden Höchstwertvorschläge der EU jedoch in jedem Falle deutlich. PAK und BTEX wurden nicht nachgewiesen. Signifikante verkehrsbedingte Umweltbelastungen sind somit in den Honigproben nicht nachweisbar. Auch die Honigqualität bekam von der mit der diesbezüglichen Untersuchung beauftragten Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Bestnoten. »Der Honig erfüllt in den untersuchten Qualitätsmerkmalen die Anforderungen der deutschen Honigverordnung und die Bestimmungen des Deutschen Imkerbundes«, attestieren die Prüfprotokolle sowohl der Frühjahrs- als auch der Sommertracht. Diese Ergebnisse wurden durch gleichartige Untersuchungen, die in diesem Jahr an den Flughäfen Nürnberg, Hamburg, Köln-Bonn, Hannover und Lübeck durchgeführt wurden, für diese Flughäfen ebenfalls bestätigt. Für das nächste Jahr ist eine Neuauflage des Biomonitorings geplant, um nachzuweisen, dass die Ergebnisse keine Eintagsfliege waren. Derzeit haben die zwei Völker in ihren Körben in Langebrück jedoch Winterruhe. Flughafen Dresden GmbH Marketing/Public Relations Tel.: 0351-8813031 Fax: 0351-8813035
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| THÜRINGER ALLGEMEINE 13.08.2004 | | | Schmerbach: Giftküche beseitigt | | | SCHMERBACH. Im ehemaligen Betrieb Metallwaren Schmerbach wurden seit 1890 bis 1992 Metallteile bearbeitet und seit 1920 auch galvanisch veredelt. Die Produktion, z.B. der bekannten Dreh-Kipp-Fensterbeschläge, lief bis 1992. Der technologische Ablauf dieser Fertigung erwies sich als wenig zimperlich gegenüber der Umwelt. So wurden im unversiegelten Hof Abfälle der galvanischen Fertigung ungesichert abgelagert und die Schlämme der Galvanikbäder zusammen mit anderen Abfällen, Bauschutt und Bodenaushub in einer Geländemulde vergraben. Der durch das Betriebsgelände fließende Schmerlingsbach führte direkt durch diese Deponie und trug wegen seiner defekten Verrohrung dazu bei, dass die Schadstoffe in den Untergrund gelangten. Das für Altlasten zuständige Staatliche Umweltamt Erfurt ordnete eine Untersuchung an, die den Nachweis brachte: Der Boden ist erheblich mit Schwermetallen und Cyanid sowie Lösungsmitteln belastet. Die Schadstoffe haben sich aus dem Boden gelöst, und beson-ders Lösungsmittel waren auch im Grundwasser nachweisbar. Der ermittelte Grundwasserschaden gefährdete die Trinkwassergewinnungsanlage Sondra, die die Versorgungsanlage für die Stadt Eisenach ist. Daher ordnete das Staatliche Umweltamt Erfurt die Sanierung des kontaminierten Grundstücks an. Als ökologisch und wirtschaftlich optimale Sanierungsmaßnahme erwies sich der Bodenaustausch und die Oberflächenabdichtung der Deponie. Drainagen sorgen dafür, dass die Deponie kein Wasser mehr führt. Der Schmerlingsbach im Bereich der Deponie erhielt eine neue dichte Verrohrung, wodurch der Austrag von Schadstoffen nun unmöglich ist. Inzwischen verbesserte sich die Grundwasserqualität und das Wasserwerk ist nicht mehr gefährdet.Gemeinsam mit dem künftigen Nutzer des Geländes, der Hans-Martin-Köllner GmbH, dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, dem Staatlichen Umweltamt Erfurt und dem die Maßnahme begleitenden Gutachter wurde die Sanierung des Standortes umgesetzt und im Juli nach einjähriger Bauzeit abgeschlossen. Der neue Eigentümer, der ortsansässige Härtereibetrieb VHK Vakuum-Härterei Köllner GmbH, hat noch während der Sanierung begonnen, eine neue Produktionshalle zur Härtung von Metallerzeugnissen zu errichten. Neben den bisher 15 Arbeitskräften am alten Standort ist für zunächst acht weitere Arbeitnehmer aus der Region ein neues Betätigungsfeld gefunden worden. Der Härterei stehen jetzt zusätzliche Fertigungs- und Lagerflächen zur Verfügung. »Damit ist es in Schmerbach gelungen, eine Altlast mit besonderer ökologischer Relevanz verbunden mit der Wiedernutzbarmachung eines brachliegenden Industriestandortes für gewerbliche Zwecke zu sanieren und das in einem angemessenen Zeitraum«, zieht Dr. Reinhard Mohr, der Amtsleiter des Staatlichen Umweltamtes Erfurt, einen Schlusstrich unter die erfolgreiche Aktion. | |
| TAZ KÖLN 04.08.2004 | | Bienen versüßen Umweltgifte Der Flughafen Köln-Bonn setzt Bienen ein, um die Schadstoffbelastung durch Flugzeuge zu messen. Der geerntete Honig wird im Labor analysiert. Überraschendes Ergebnis: Offenbar ist alles sauber | | | Fliegen ist schön. Fliegen geht schnell. Und neuerdings ist es auch noch preiswert. Schmutz und Lärm, die dabei verursacht werden, geraten bei den verlockenden Angeboten der Airlines schnell in Vergessenheit. Nur wenige Umweltbewusste heben den Zeigefinger und verweigern sich dem schnellen Fortkommen. Und höchstens Anwohner von Flughäfen und Einflugschneisen beschweren sich über Lärm- und Schadstoffbelastung. Zu Unrecht, wie der Flughafen Köln-Bonn jetzt versucht nachzuweisen, zumindest was die Schadstoffe anbelangt. Seit April diesen Jahres werden auf dem Flughafengelände vier Bienenvölker gehalten, die den Schadstoffausstoß der startenden und landenden Flugzeuge überwachen sollen. Biomonitoring heißt dieses Verfahren, bei dem lebende Organismen eingesetzt werden, um Schadstoffverbreitung nachzuweisen. Die Bienen eignen sich dafür sehr gut, da sie Pollen und Nektar sammeln und so Umweltgifte, die über den Boden in die Pflanzen gelangen können, aufnehmen und im Honig ablagern. Bruno Vester betreut für die Flughafengesellschaft die gelb-schwarz uniformierten »Umweltpolizisten«. Er ist Imker und hat bereits zweimal in diesem Jahr bei den Flughafenbienen Honig geerntet. »Die Ausbeute war sehr gut. Immerhin 80 Kilogramm Honig konnten wir gewinnen«, freut sich der 61-Jährige. Ein Teil davon wird als Probematerial für Laboruntersuchungen genutzt. Das im bayerischen Zirnsdorf ansässige Umweltanalyse-Institut Orga Lab analysiert den Honig und auch das Wachs vom Köln-Bonner Flughafen. Vor allem auf den als typisch verkehrsbedingt geltenden Substanzen wie Schwermetallen und aromatischen Kohlenwasserstoffen liegt das Augenmerk. Doch bis jetzt konnte kaum eines der Gifte nachgewiesen werden. »Wir sind selbst erstaunt über die Ergebnisse«, sagt Volker Liebig, Geschäftsführer von Orga Lab. Die Honigproben hätten keine der fraglichen Kohlenwasserstoffe enthalten und nur geringe Spuren von Schwermetallen. Der Honig ist uneingeschränkt genießbar, lautet das Urteil des Umweltanalyse-Labors. Ist Fliegen also doch sauber? Die Flughafengesellschaft zumindest hält sich an die Grenzwerte, und so lange die nicht überschritten werden, ist alles im »grünen« Bereich. Besorgten Anwohnern will Martin Partsch, Leiter der Fluglärmstelle am Köln-Bonner Airport, jedenfalls mit Hilfe der Bienen den Wind aus den Segeln nehmen. »Die Bienen beweisen, dass hier vor Ort auf dem Flughafengelände Luft, Boden und Wasser nicht schädlich belastet sind«, sagt Partsch. Dann könne in weiterer Entfernung auf den Grundstücken der Anwohner erst recht keine durch den Flugverkehr entstehende Schadstoffbelastung auftreten. Ob sich die Anwohner diesen süßen Honig ums Maul schmieren lassen, bleibt abzuwarten. Das angewendete Biomonitoring-Verfahren zeigt schließlich nur, dass die Schadstoffkonzentration so gering ist, dass keine Akkumulation im Honig erfolgt oder dass sie unter den Grenzwerten liegt. Gänzlich sauber können weder der Honig noch das Fliegen sein. | |
| KÖLNISCHE RUNDSCHAU 05.08.2004 | | | 60 000 Umweltpolizisten am Airport | | | 60 000 fliegende Umweltpolizisten sind am Köln-Bonner Flughafen im Dauereinsatz. Die Staffel schwärmt täglich von ihrer Station neben der Landebahn 25 auf dem 12 Quadratkilometer großen Airportgelände aus. Sie hilft dabei, Schadstoffen durch Verkehrsbelastungen und ihrer Verbreitung besser auf die Spur zu kommen. Vier Bienenvölker sind es, die beim »Biomonitoring« zur Untersuchung der Umwelt-Qualität genutzt werden. Denn die fleißigen Sammler nehmen über Pollen und Nektar, Luft und Wasser Schadstoffe auf, die dann wiederum in Honig und Wachswaben gelangen. Die erste Analyse stellte dem Honig und somit der Luft-, Wasser und Bodenqualität ein gutes Zeugnis aus. »Analyse durch Labor wäre viel teurer« »Wir haben schon eine Schafherde und seit April die Bienenvölker – aber keine Sorge, wir entwickeln uns nicht zum Zoo«, meinte gestern Airport-Sprecher Walter Römer bei der Pressekonferenz mitten im Wald, während die großen und kleinen Brummer unablässig starteten und landeten. Doch sind die Bienen ein wichtiges Hilfsmittel, um die Auswirkungen von Belastungen großer Flächen zu untersuchen. Erheblich preiswerter als herkömmliche Verfahren sei dieses »Biomonitoring«, da die Insekten sehr effektiv die Gegend abfliegen. Jede Biene besucht bei rund 40 Ausflügen pro Tag etwa 4000 Blüten, im Frühling und Sommer waren es vor allem Baumblüten, im Herbst werden laut Imker Bruno Vester Heide- und Orchideen-Pollen dabei sein. »Die Analyse einem Labor zu überlassen wäre sehr teuer«, erläuterte Martin Partsch, Leiter der Fluglärmmessstelle. Hintergrund der Aktion seien immer wieder auftauchende Behauptungen, dass Kerosin abgelassen worden sei, Beschwerden über Belag auf Gartenmöbeln und Fragen zur Kontamination der Gegend. Zusätzlich zu den regelmäßigen technischen Messungen von Schadstoffen wie Schwefel- und Stickstoffdioxiden wurden seit April die Bienenvölker als Tester eingesetzt. Süßer Nebeneffekt: Der Imker erntete 80 Kilogramm Honig. Zwei anerkannte Institute begutachteten die Proben und verglichen sie mit Imkerprodukten aus einem vom Flughafen entfernten Standort in Neunkirchen, wo die Werte teils höher waren. Das Labor Orga Lab in Zirndorf analysierte Honig und Wachs aus Köln auf organische und anorganische Substanzen, die als typisch »verkehrsbedingt« gelten, nämlich Schwermetalle und aromatische Kohlenwasserstoffe. Bis auf ein paar geringe Spuren von Schwermetallen wurde nichts nachgewiesen. Der Honig ist uneingeschränkt zu genießen. Auch die Bayerische Landesanstalt für Wein und Gartenbau gab dem Airport-Nektar die Note einwandfrei. Als eine Ursache für geringe Nachweise von Schadstoffen sieht Laborchef Volker Liebig ein »günstiges Kleinklima« des Biotops mit der Wahner Heide und seinen Wind- und Wetterverhältnissen. Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings, dass am Flughafen diverse Schadstoffe entstehen. Die aktuellen Werte werden seit 1994 täglich ermittelt und lagen laut Airport »deutlich unter den einschlägigen Grenz- und Schwellenwerten«. | |
| NÜRNBERGER NACHRICHTEN 24.10.2003 | | | 30 000 Bienen sind für den Flughafen im Einsatz | | | Der Nürnberger Flughafen ist auf dem besten Weg, ein Biotop zu werden. Diese Botschaft bekräftigten Umweltbürgermeister Klemens Gsell und der Geschäftsführer des Airports, Karlheinz Krüger bei der Präsentation des ersten Honigs, der im Schatten des Flugverkehrs gesammelt wurde. Insgesamt 30 000 Bienen waren an dem »Biomonitoring-Projekt« beteiligt. Sie wurden von Imker Erwin Schmidt, der eigentlich als Meister in der Fernmeldewerkstatt tätig ist, betreut. Die Bienen sammelten sie Pollen im Umkreis von drei Kilometern. Der durch die Prüflaboratorium Orga Lab auf Schadstoffe untersuchte Honig zeigte eine geringe Schadstoffkonzentration und ist diesbezüglich mit einem Honig, der aus der Hersbrucker Schweiz stammt, vergleichbar. Die Ergebnisse lassen auch Rückschlüsse auf das, im Umfeld des Flughafens, angebaute Gemüse zu. Es sei, wie ergänzende Stichproben bestätigen, unbedenklich zu genießen, zitierte Krüger aus den Ergebnissen der Untersuchung, die übrigens wesentlich preiswerter ist als das klassische Gemüsegutachten. Das Verfahren wird auch auf anderen Flughäfen angewandt. |
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