Daten - Presseberichte
    Die Arbeit der Orga Lab GmbH steht häufig im Rampenlicht der Öffentlichkeit und wird aufgrund der ökologischen und politischen Tragweite durch die Presse dokumentiert. Hierzu haben wir Ihnen ein paar Beispiele aus Fachzeitschriften und der Tagespresse zusammengestellt.
Nürnberger Abendzeitung 24.08.2006
Die Imkerei im Sicherheits-Trakt
Der Umwelt zuliebe: Nürnberger Flughafen hält sich zwei Bienenvölker
   Nürnberg, 30000 Honigbienen sind am Nürnberger Flughafen in einer besonderen Mission unterwegs: Sie »fliegen« Streife für eine gesunde Umwelt. Ihr gesammelter Honig zeigt, wie sauber die Luft dort ist. »Bio-Monitoring« nennt man das Verfahren, bei dem mit Hilfe von Organismen Umwelt-Schadstoffe aufgespürt werden sollen. Da Kerosin und Gummi-Abrieb zu hohen Belastungen führen können, will der Airport untersuchen, ob der Flugverkehr die Luftqualität negativ beeinflusst. Da gleich neben dem Gelände das Knoblauchsland liegt, wo Bauern gesundes Gemüse anbauen wollen, ist es besonders wichtig, dass die Luft hier sauber ist.

   »Die Bienen ergänzen die Aufgabe von Gutachtern, die mit ihren Stichproben jeweils nur Werte einzelner Pflanzen und Böden erfassen können, während die Bienen das ganze Terrain im Umkreis von drei Kilometern erreichen und so eine verlässlichere Aussage liefern«, erläutert Dieter Herold, Leiter der Abteilung Umwelt am Flughafen. Das sei nicht nur effektiv, sondern auch weitaus billiger als das klassische »Gemüsegutachten«.

   Die zwei Bienenvölker mit ja 15000 fleißigen Honigsammlerinnen werden seit 2003 vom flughafeneigenen Imker Erwin Schmidt betreut. Jede Biene macht pro Tag ca. 40 Ausflüge und besucht dabei etwa 4000 Blüten. Das ich die Stöcke am Ende der Landebahnen direkt am Wald befinden, haben die Brummer als Arbeitsplatz ein schönes Stück Natur. Ein weiteres Privileg, das die Airport-Bienen genießen: »Sie stehen im Sicherheitsbereich des Flughafens und sind damit Nürnbergs bestgeschützte Bienen«, so Imker Schmidt.

   Das Zirndorfer Umweltlabor »Orga Lab GmbH« nimmt zweimal im Jahr Proben des Airport-Honigs unter die Lupe und Geschäftsführer Volker Liebig ist von dessen Qualität überzeugt: »Schadstoffe wurden bisher entweder gar nicht oder in deutlich unter dem Grenzwert liegenden Bereichen festgestellt«. Jährlich sammeln die Flughafen-Bienen etwa 30 Kilo Honig. Damit hat die Schadstoffüberwachung noch einen süßen Nebeneffekt. Der Honig wird in kleine Gläschen abgefüllt und treuen Flughafenkunden als Geschenk überreicht.

DER LOKALANZEIGER 04.12.2005
Urkunde für vorbildlichen Arbeitsschutz überreicht
   Das Analyselaborunternehmen Orga Lab GmbH in Zirndorf wurde jetzt für ihr vorbildliches Arbeitsschutzmanagement ausgezeichnet. An Geschäftsführer Volker Liebig händigte Regierungspräsident Karl Inhofer das OHRIS -Zertifikat Aus. Zur Urkundenverleihung gratulierten auch Landrätin Gabriele Pauli und Bürgermeister Gert Kohl. OHRIS – (Occupational Health- and Risk-Managamentsystem) – das steht für zertifizierten Arbeitsschutz auf hohem Niveau. Es wurde von der bayerischen Gewerbeaufsicht zusammen mit der Industrie entwickelt und stellt nach Worten von Karl Inhofer »ein wirkungsvolles und innovatives Instrument zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und der Anlagensicherung am Arbeitsplatz« dar.

   Analysieren, Prüfen, Testen – so umreißt Volker Liebig die Aufgaben des Zirndorfer Umwelt- und Pharmalabors. Orga Lab ist beispielsweise Auftragnehmer des Landkreises im Bereich der Deponieüberwachung. Im Betrieb sind derzeit 30 hochqualifizierte Mitarbeiter, vom Chemiker und Pharmazeuten bis zum Ingenieur beschäftigt. Im Landkreis Fürth ist es das erste OHRIS – zertifizierte Unternehmen. Kleine und mittlere bayerische Unternehmen bis zu 150 Beschäftigte erhalten Zuschüsse, wenn sie OHRIS einführen wollen. Informationen erteilt das Gewerbeaufsichtsamt unter 0911-9282865 (Herr Neubig).

FÜRTHER NACHRICHTEN 12.11.2005
Schutz bei der Arbeit
Orga Lab aus Zirndorf hat neues Zertifikat erworben
   ZIRNDORF (fn) – In Deutschland ereignet sich alle 25 Sekunden ein Arbeitsunfall. Unternehmen, die sich daher für mehr Schutz und Sicherheit am Arbeitsplatz einsetzen, können wie die Firma Orga Lab aus Zirndorf das neue OHRIS-Zertifikat erwerben.

   Regierungspräsident Karl Inhofer war eigens nach Zirndorf gekommen, um Orga Lab – Geschäftsführer Volker Liebig das Zertifikat zu überreichen. Orga Lab gehört in Mittelfranken zu einem Kreis von 17 Unternehmen – in ganz Bayern sind es 152 – die das neue Arbeitsschutzmanagementsystem eingeführt haben.

   Laut Inhofer hat der Arbeitsschutz in Deutschland zwar ein hohes Niveau erreicht, jedoch haben Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen, im Gegensatz zu früher, oft keine technischen Ursachen mehr. Zunehmend sei »menschliches Versagen« die Unfallursache. In der gewerblichen Wirtschaft werden in Deutschland jährlich rund 1,1 Millionen Arbeitsunfälle beziehungsweise Berufskrankheiten mit 2600 Todesfällen registriert.

   Um dem entgegenzuwirken, hat die bayerische Gewerbeaufsicht gemeinsam mit der Industrie OHRIS (Occupational Health – and Risk-Managementsystem) entwickelt. Damit können Unternehmen mögliche Ursachen für Störungen in der Produktion sowie Mängel in der Ablauforganisation und in Verfahrensanleitungen entdecken und abstellen. Systemprüfung und Zertifikat sind kostenfrei.

   Das Zertifikat bietet nach den Worten Inhofers Vorteile für Beschäftigte, aber auch für Unternehmen: Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz bedeute für die Betriebe auch weniger Ausfallzeiten der Beschäftigten und dadurch weniger Stillstand der Maschinen und Anlagen. Durch OHRIS werden daher nicht nur Arbeitsschutz und Anlagensicherheit verbessert, sondern es können auch Kosten gesenkt werden.

   Der Freistaat Bayern fördert kleine und mittlere Betriebe mit zehn bis 150 Beschäftigten finanziell, wenn sie ein Arbeitsschutzmanagement einführen. Das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung unterstützt die Betriebe dabei eine kostenlose Beratung.

PRESSEMITTEILUNG FLUGHAFEN DRESDEN (47/04), 2.12.2004
Der reine Genuss: Honig vom Flughafengelände besitzt einwandfreie Qualität
   »Kann ich die Kirschen aus meinem Garten noch essen?« oder »Wird der Belag auf meinen Gartenmöbeln von Schadstoffen aus Flugzeugen verursacht?« So oder ähnlich lauten Fragen, die Anwohner des Flughafens Dresden häufig an die Stabsstelle Umweltschutz des Flughafens Dresden stellen. Sie spiegeln die Befürchtungen der Anwohner bezüglich der Belastungen durch vom Luftverkehr verursachte Schadstoffe wieder.

   Mit einem besonderen Umweltprojekt hat die Flughafen Dresden GmbH im laufenden Jahr diese Problematik näher untersucht. Von April bis Oktober dieses Jahres wurden auf dem Flughafengelände zwei Bienenvölker gehalten, die den Schadstoffausstoß der startenden und landenden Flugzeuge überwachen sollten. Biomonitoring heißt dieses Verfahren, bei dem lebende Organismen eingesetzt werden, um Schadstoffverbreitungen nachzuweisen.

   Die Bienen eignen sich deshalb sehr gut, weil sie Schadstoffe direkt über Wasser und Luft oder auch indirekt über die Nektar- und Pollenfracht aufnehmen können. Da die Bienen auf ihrer Suche nach Nahrung ein Gebiet von ca. 12 km² abdecken, kann die Untersuchung des Honigs repräsentativ aufzeigen, wie sich die Schadstoffbelastung des Gebietes zusammensetzt. Es ergibt sich quasi ein Bild der Umweltbedingungen im Erntegebiet.

   Im Auftrag der Flughafen Dresden GmbH betreute der Imker Ekkehard Rambach aus Langebrück in diesem Jahr zwei seiner Völker auf dem Flughafengelände. Er stellte die Körbe im nordöstlichen Bereich des Flughafengeländes im Betriebsbereich der Regenrückhalteeinrichtungen des Schelsbaches auf. Damit deckte der Aktionsradius der Bienen (zwischen 2 bis 4 km) sowohl den Bereich der Start- und Landebahn, als auch angrenzende Bereiche von Weixdorf und Gebiete nordwestlich der Autobahn BAB4 ab. Die Ernte der so genannten Frühjahrs- und Sommertracht im Mai und Juni ergab zusammen ca. 50 kg Honig. Ein Teil davon wurde als Probenmaterial für Laboruntersuchungen genutzt.

   Zwei anerkannte Institute analysierten die Proben. Die Untersuchung der Honigproben auf die Parametergruppen Schwermetalle, Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylol (BTEX) führte das nach ISO 17025 akkreditierte und nach § 14 AMG zugelassene Analytiklabor Orga Lab GmbH in Zirndorf durch. Diese Parameter gelten als typische »verkehrsbedingte« Substanzen.

   Schwermetalle konnten nicht bzw. nur in geringen Konzentrationen nachgewiesen werden. Sie unterschritten die als Entwurf vorliegenden Höchstwertvorschläge der EU jedoch in jedem Falle deutlich.

   PAK und BTEX wurden nicht nachgewiesen. Signifikante verkehrsbedingte Umweltbelastungen sind somit in den Honigproben nicht nachweisbar.

   Auch die Honigqualität bekam von der mit der diesbezüglichen Untersuchung beauftragten Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Bestnoten. »Der Honig erfüllt in den untersuchten Qualitätsmerkmalen die Anforderungen der deutschen Honigverordnung und die Bestimmungen des Deutschen Imkerbundes«, attestieren die Prüfprotokolle sowohl der Frühjahrs- als auch der Sommertracht.

   Diese Ergebnisse wurden durch gleichartige Untersuchungen, die in diesem Jahr an den Flughäfen Nürnberg, Hamburg, Köln-Bonn, Hannover und Lübeck durchgeführt wurden, für diese Flughäfen ebenfalls bestätigt.

   Für das nächste Jahr ist eine Neuauflage des Biomonitorings geplant, um nachzuweisen, dass die Ergebnisse keine Eintagsfliege waren. Derzeit haben die zwei Völker in ihren Körben in Langebrück jedoch Winterruhe.

Flughafen Dresden GmbH
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THÜRINGER ALLGEMEINE 13.08.2004
Schmerbach: Giftküche beseitigt
    SCHMERBACH. Im ehemaligen Betrieb Metallwaren Schmerbach wurden seit 1890 bis 1992 Metallteile bearbeitet und seit 1920 auch galvanisch veredelt. Die Produktion, z.B. der bekannten Dreh-Kipp-Fensterbeschläge, lief bis 1992. Der technologische Ablauf dieser Fertigung erwies sich als wenig zimperlich gegenüber der Umwelt. So wurden im unversiegelten Hof Abfälle der galvanischen Fertigung ungesichert abgelagert und die Schlämme der Galvanikbäder zusammen mit anderen Abfällen, Bauschutt und Bodenaushub in einer Geländemulde vergraben. Der durch das Betriebsgelände fließende Schmerlingsbach führte direkt durch diese Deponie und trug wegen seiner defekten Verrohrung dazu bei, dass die Schadstoffe in den Untergrund gelangten.

    Das für Altlasten zuständige Staatliche Umweltamt Erfurt ordnete eine Untersuchung an, die den Nachweis brachte: Der Boden ist erheblich mit Schwermetallen und Cyanid sowie Lösungsmitteln belastet. Die Schadstoffe haben sich aus dem Boden gelöst, und beson-ders Lösungsmittel waren auch im Grundwasser nachweisbar. Der ermittelte Grundwasserschaden gefährdete die Trinkwassergewinnungsanlage Sondra, die die Versorgungsanlage für die Stadt Eisenach ist.

    Daher ordnete das Staatliche Umweltamt Erfurt die Sanierung des kontaminierten Grundstücks an. Als ökologisch und wirtschaftlich optimale Sanierungsmaßnahme erwies sich der Bodenaustausch und die Oberflächenabdichtung der Deponie. Drainagen sorgen dafür, dass die Deponie kein Wasser mehr führt. Der Schmerlingsbach im Bereich der Deponie erhielt eine neue dichte Verrohrung, wodurch der Austrag von Schadstoffen nun unmöglich ist. Inzwischen verbesserte sich die Grundwasserqualität und das Wasserwerk ist nicht mehr gefährdet. Gemeinsam mit dem künftigen Nutzer des Geländes, der Hans-Martin-Köllner GmbH, dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, dem Staatlichen Umweltamt Erfurt und dem die Maßnahme begleitenden Gutachter wurde die Sanierung des Standortes umgesetzt und im Juli nach einjähriger Bauzeit abgeschlossen.

    Der neue Eigentümer, der ortsansässige Härtereibetrieb VHK Vakuum-Härterei Köllner GmbH, hat noch während der Sanierung begonnen, eine neue Produktionshalle zur Härtung von Metallerzeugnissen zu errichten. Neben den bisher 15 Arbeitskräften am alten Standort ist für zunächst acht weitere Arbeitnehmer aus der Region ein neues Betätigungsfeld gefunden worden. Der Härterei stehen jetzt zusätzliche Fertigungs- und Lagerflächen zur Verfügung.

    »Damit ist es in Schmerbach gelungen, eine Altlast mit besonderer ökologischer Relevanz verbunden mit der Wiedernutzbarmachung eines brachliegenden Industriestandortes für gewerbliche Zwecke zu sanieren und das in einem angemessenen Zeitraum«, zieht Dr. Reinhard Mohr, der Amtsleiter des Staatlichen Umweltamtes Erfurt, einen Schlusstrich unter die erfolgreiche Aktion.

TAZ KÖLN 04.08.2004
Bienen versüßen Umweltgifte
Der Flughafen Köln-Bonn setzt Bienen ein, um die Schadstoffbelastung durch Flugzeuge zu messen. Der geerntete Honig wird im Labor analysiert. Überraschendes Ergebnis: Offenbar ist alles sauber
    Fliegen ist schön. Fliegen geht schnell. Und neuerdings ist es auch noch preiswert. Schmutz und Lärm, die dabei verursacht werden, geraten bei den verlockenden Angeboten der Airlines schnell in Vergessenheit. Nur wenige Umweltbewusste heben den Zeigefinger und verweigern sich dem schnellen Fortkommen. Und höchstens Anwohner von Flughäfen und Einflugschneisen beschweren sich über Lärm- und Schadstoffbelastung. Zu Unrecht, wie der Flughafen Köln-Bonn jetzt versucht nachzuweisen, zumindest was die Schadstoffe anbelangt.

    Seit April diesen Jahres werden auf dem Flughafengelände vier Bienenvölker gehalten, die den Schadstoffausstoß der startenden und landenden Flugzeuge überwachen sollen. Biomonitoring heißt dieses Verfahren, bei dem lebende Organismen eingesetzt werden, um Schadstoffverbreitung nachzuweisen. Die Bienen eignen sich dafür sehr gut, da sie Pollen und Nektar sammeln und so Umweltgifte, die über den Boden in die Pflanzen gelangen können, aufnehmen und im Honig ablagern.

    Bruno Vester betreut für die Flughafengesellschaft die gelb-schwarz uniformierten »Umweltpolizisten«. Er ist Imker und hat bereits zweimal in diesem Jahr bei den Flughafenbienen Honig geerntet. »Die Ausbeute war sehr gut. Immerhin 80 Kilogramm Honig konnten wir gewinnen«, freut sich der 61-Jährige. Ein Teil davon wird als Probematerial für Laboruntersuchungen genutzt.

    Das im bayerischen Zirnsdorf ansässige Umweltanalyse-Institut Orga Lab analysiert den Honig und auch das Wachs vom Köln-Bonner Flughafen. Vor allem auf den als typisch verkehrsbedingt geltenden Substanzen wie Schwermetallen und aromatischen Kohlenwasserstoffen liegt das Augenmerk.

    Doch bis jetzt konnte kaum eines der Gifte nachgewiesen werden. »Wir sind selbst erstaunt über die Ergebnisse«, sagt Volker Liebig, Geschäftsführer von Orga Lab. Die Honigproben hätten keine der fraglichen Kohlenwasserstoffe enthalten und nur geringe Spuren von Schwermetallen. Der Honig ist uneingeschränkt genießbar, lautet das Urteil des Umweltanalyse-Labors.

    Ist Fliegen also doch sauber? Die Flughafengesellschaft zumindest hält sich an die Grenzwerte, und so lange die nicht überschritten werden, ist alles im »grünen« Bereich. Besorgten Anwohnern will Martin Partsch, Leiter der Fluglärmstelle am Köln-Bonner Airport, jedenfalls mit Hilfe der Bienen den Wind aus den Segeln nehmen.
»Die Bienen beweisen, dass hier vor Ort auf dem Flughafengelände Luft, Boden und Wasser nicht schädlich belastet sind«, sagt Partsch. Dann könne in weiterer Entfernung auf den Grundstücken der Anwohner erst recht keine durch den Flugverkehr entstehende Schadstoffbelastung auftreten.

    Ob sich die Anwohner diesen süßen Honig ums Maul schmieren lassen, bleibt abzuwarten. Das angewendete Biomonitoring-Verfahren zeigt schließlich nur, dass die Schadstoffkonzentration so gering ist, dass keine Akkumulation im Honig erfolgt oder dass sie unter den Grenzwerten liegt. Gänzlich sauber können weder der Honig noch das Fliegen sein.

KÖLNISCHE RUNDSCHAU 05.08.2004
60 000 Umweltpolizisten am Airport
    60 000 fliegende Umweltpolizisten sind am Köln-Bonner Flughafen im Dauereinsatz. Die Staffel schwärmt täglich von ihrer Station neben der Landebahn 25 auf dem 12 Quadratkilometer großen Airportgelände aus. Sie hilft dabei, Schadstoffen durch Verkehrsbelastungen und ihrer Verbreitung besser auf die Spur zu kommen. Vier Bienenvölker sind es, die beim »Biomonitoring« zur Untersuchung der Umwelt-Qualität genutzt werden. Denn die fleißigen Sammler nehmen über Pollen und Nektar, Luft und Wasser Schadstoffe auf, die dann wiederum in Honig und Wachswaben gelangen. Die erste Analyse stellte dem Honig und somit der Luft-, Wasser und Bodenqualität ein gutes Zeugnis aus. »Analyse durch Labor wäre viel teurer«

    »Wir haben schon eine Schafherde und seit April die Bienenvölker – aber keine Sorge, wir entwickeln uns nicht zum Zoo«, meinte gestern Airport-Sprecher Walter Römer bei der Pressekonferenz mitten im Wald, während die großen und kleinen Brummer unablässig starteten und landeten. Doch sind die Bienen ein wichtiges Hilfsmittel, um die Auswirkungen von Belastungen großer Flächen zu untersuchen. Erheblich preiswerter als herkömmliche Verfahren sei dieses »Biomonitoring«, da die Insekten sehr effektiv die Gegend abfliegen. Jede Biene besucht bei rund 40 Ausflügen pro Tag etwa 4000 Blüten, im Frühling und Sommer waren es vor allem Baumblüten, im Herbst werden laut Imker Bruno Vester Heide- und Orchideen-Pollen dabei sein.

    »Die Analyse einem Labor zu überlassen wäre sehr teuer«, erläuterte Martin Partsch, Leiter der Fluglärmmessstelle. Hintergrund der Aktion seien immer wieder auftauchende Behauptungen, dass Kerosin abgelassen worden sei, Beschwerden über Belag auf Gartenmöbeln und Fragen zur Kontamination der Gegend. Zusätzlich zu den regelmäßigen technischen Messungen von Schadstoffen wie Schwefel- und Stickstoffdioxiden wurden seit April die Bienenvölker als Tester eingesetzt. Süßer Nebeneffekt: Der Imker erntete 80 Kilogramm Honig. Zwei anerkannte Institute begutachteten die Proben und verglichen sie mit Imkerprodukten aus einem vom Flughafen entfernten Standort in Neunkirchen, wo die Werte teils höher waren.

    Das Labor Orga Lab in Zirndorf analysierte Honig und Wachs aus Köln auf organische und anorganische Substanzen, die als typisch »verkehrsbedingt« gelten, nämlich Schwermetalle und aromatische Kohlenwasserstoffe. Bis auf ein paar geringe Spuren von Schwermetallen wurde nichts nachgewiesen. Der Honig ist uneingeschränkt zu genießen. Auch die Bayerische Landesanstalt für Wein und Gartenbau gab dem Airport-Nektar die Note einwandfrei.

    Als eine Ursache für geringe Nachweise von Schadstoffen sieht Laborchef Volker Liebig ein »günstiges Kleinklima« des Biotops mit der Wahner Heide und seinen Wind- und Wetterverhältnissen. Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings, dass am Flughafen diverse Schadstoffe entstehen. Die aktuellen Werte werden seit 1994 täglich ermittelt und lagen laut Airport »deutlich unter den einschlägigen Grenz- und Schwellenwerten«.

NÜRNBERGER NACHRICHTEN 24.10.2003
30 000 Bienen sind für den Flughafen im Einsatz
    Der Nürnberger Flughafen ist auf dem besten Weg, ein Biotop zu werden. Diese Botschaft bekräftigten Umweltbürgermeister Klemens Gsell und der Geschäftsführer des Airports, Karlheinz Krüger bei der Präsentation des ersten Honigs, der im Schatten des Flugverkehrs gesammelt wurde. Insgesamt 30 000 Bienen waren an dem »Biomonitoring-Projekt« beteiligt. Sie wurden von Imker Erwin Schmidt, der eigentlich als Meister in der Fernmeldewerkstatt tätig ist, betreut. Die Bienen sammelten sie Pollen im Umkreis von drei Kilometern. Der durch die Orga Lab GmbH auf Schadstoffe untersuchte Honig zeigte eine geringe Schadstoffkonzentration und ist diesbezüglich mit einem Honig, der aus der Hersbrucker Schweiz stammt, vergleichbar. Die Ergebnisse lassen auch Rückschlüsse auf das, im Umfeld des Flughafens, angebaute Gemüse zu. Es sei, wie ergänzende Stichproben bestätigen, unbedenklich zu genießen, zitierte Krüger aus den Ergebnissen der Untersuchung, die übrigens wesentlich preiswerter ist als das klassische Gemüsegutachten. Das Verfahren wird auch auf anderen Flughäfen angewandt.
LABORPRAXIS SEPTEMBER 2003
VUP begrüßt neues Merkblatt
Spielregeln in der Altlastenbearbeitung
    ZIRNDORF, GIESSEN – »Endlich gibt es für alle Beteiligten klare Spielregeln und fachliche Hilfestellung in der Ausschreibung und Vergabe von Leistungen in der Altlastenerkundung« begrüßte der Vorsitzende der Sektion Bayern des Deutschen Verbandes Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP), Volker Liebig, das neue Merkblatt der Bayerischen Landesämter für Umwelt (LfU) und Wasserwirtschaft (LfW).

    Nach der Umsetzung der Verordnung über Sachverständige und Untersuchungsstellen für den Bodenschutz und die Altlastenbehandlung in Bayern (VSU Boden und Altlasten) und der damit verbundenen Zulassung der ersten Untersuchungsstellen und Sachverständigen nach Bundesbodenschutzgesetz in Bayern, werde nun auch die »Ausschreibung und Vergabe von Leistungen im Rahmen der Amtsermittlung« durch das neue LfU/LfW-Merkblatt Nr. 3.8/2 klar geregelt.

BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR GESUNDHEIT ERNÄHRUNG UND VERBRAUCHERSCHUTZ 17.10.2002
Novellierung der Trinkwasserverordnung
Sinner: Verschärfte Prüf- und Kontrollvorschriften
zur dauerhaften Qualitätssicherung
    Ab Januar 2003 treten neue, verschärfte Prüf- und Kontrollvorschriften für Trinkwasser in Kraft. Ziel ist es, die hohe Qualität des Trinkwassers dauerhaft zu sichern. Darauf wies Gesundheitsminister Eberhard Sinner bei einer Fortbildungsveranstaltung des Deutschen Verbandes unabhängiger Prüflaboratorien e.V. (VUP), Sektion Bayern, heute in Planegg hin. Sinner: »Trinkwasser ist das Lebensmittel Nummer eins. Jede Anstrengung für die Trinkwasserqualität ist deshalb eine sinnvolle Investition in die Zukunft«.

    »Wasserversorger müssen künftig für mögliche Störfälle oder Grenzwertüberschreitungen Maßnahmepläne vorhalten. Ab Januar 2003 dürfen nur noch akkreditierte Prüflabore die vorgeschriebenen Trinkwasseruntersuchungen durchführen. Außerdem werden die Kontrollen durch die Gesundheitsämter verstärkt,« fasste Sinner die wichtigsten Neuregelungen zusammen. Der Informationsbedarf zu den Neuregelungen sei bei Wasserversorgern, Prüflaboratorien und Behörden vor Ort in der Umstellungsphase groß, so der Minister weiter. »Alle Beteiligten müssen über die kommenden Änderungen detailliert informiert sein, um sich im Interesse des vorbeugenden Gesundheitsschutzes auf die neuen Anforderungen vorbereiten zu können.« Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, der Verband der unabhängigen Prüflaboratorien und der Verband Bayerischer Gas- und Wasserwirtschaft führen deshalb in den nächsten Wochen Informations- und Fortbildungsveranstaltungen für die Beteiligten durch. »Bereits mehr als 180 Teilnehmer aus Wasserversorgungsunternehmen und Laboratorien haben Schulungsveranstaltungen des VUP besucht«, wies der Sektionssprecher Bayern, Volker Liebig auf die Bemühungen auch seines Verbandes hin, die reibungslose Umsetzung der Novelle zu unterstützen.

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 18.10.2002
Ein Loblied auf das bayerische Trinkwasser
Verbraucherschutzminister Eberhard Sinner in Planegg
Der CSU – Politiker spricht sich bei einem Seminar gegen eine Privatisierung der Versorgung aus
    Ein Loblied auf die Qualität des bayerischen Trinkwasser sang gestern Bayerns Verbraucherschutz-Minister Eberhard Sinner auf einer Tagung in Planegg. Der Minister sprach beim Umwelt-Büro Müller BBM in Steinkirchen vor Vertretern unabhängiger Prüflabore und Wasserwirtschaftsämter aus ganz Bayern.

    Sinner, der auch für Gesundheit und Ernährung im Freistaat zuständig ist, war auf Einladung der renommierten Umwelt-Firma Müller – BBM und des Zirndorfer Unternehmens Orga Lab (Motto: »Umwelt auf dem Prüfstand«) ins Steinkirchener Gewerbegebiet gekommen. Zwischen neun Uhr morgens und 16 Uhr am Nachmittag wurde das Thema »Trinkwasser« und die damit verbundenen Verordnungen und geplanten neuen Gesetze diskutiert. Dabei ging es auch um die grundsätzliche Frage einer Privatisierung der Trinkwasserversorgung. Sinner erteilte derartigen Bestrebungen eine Absage.
Der Journalist und Buchautor Franz Alt sprach über das Thema »Wasser in Not – Wege zu einer neuen Wasserpolitik«, es gab Informationen zur Novellierung der Trinkwasserverordnung ab Januar 2003 und ein Referat über die notwendigen mikrobiologischen Anforderungen an Labors. Verschärfte Prüf- und Kontrollvorschriften, wie sie ab Januar bundesweit in Kraft treten, werden »die Qualität des Trinkwassers dauerhaft sichern«, versprach der Minister. »Trinkwasser ist das Lebensmittel Nummer eins«, meinte Sinner, eine Verschärfung der Vorschriften sei auch »eine sinnvolle Investition in die Zukunft.«
Die neue Verordnung sieht unter anderen vor, dass Wasserversorger künftig für mögliche Störfälle besser gewappnet sein müssen. Die Unterstützung des Trinkwassers darf nur noch durch akkreditierte Prüflabore vorgenommen werden. Die Gesundheitsämter, von denen Vertreter aus ganz Bayern nach Planegg gekommen waren, werden ihre Kontrollen verstärken, betonte Sinner.
Das Treffen in Planegg hatte unter anderen den Sinn, »mögliche Schwachstellen« aus der täglichen Praxis aufzuspüren, meinte der Verbraucherschutzminister.
Die »Suche nach den Schwarzen Schafen« werde so erleichtert. Der Freistaat stehe für eine »zukunftsorientierte Trinkwasserversorgung«. Das Land könnte 93% seines Bedarfs aus dem Grundwasser entnehmen und »65% des geförderten Wassers ohne jede Aufbereitung in das öffentliche Netz einspeisen«, meinte der Minister. Dies sei das »Ergebnis einer jahrzehntelangen konsequenten Politik der Vorsorge.«
In den nächsten Wochen werden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Trinkwasser stattfinden.

BAD WINDSHEIMER ZEITUNG 12.08.2002
Bohrung soll Gewissheit schaffen
In Ipsheim geht die Entsorgung der Öltank-Altlast im Umfeld des Kastenbaus weiter voran
Sachverständiger entnahm Bodenprobe – Untersuchung soll zeigen, ob das Erdreich verunreinigt ist
    IPSHEIM(st). – Die Arbeiten in Sachen Altlast-Entsorgung in Ipsheim kommen zügig voran. Wie berichtet wurde bei den Sanierungsarbeiten im Umfeld des Kastenbaus eine Dieseltankanlage mit gut 60 000 Litern Öl entdeckt. Das Öl und auch die Tankanlage wurden zwischenzeitlich von Fachfirmen entsorgt, wie Bürgermeister Hans Herold berichtet.

    Am gestrigen Freitag fand nun eine Bohrung unter der Leitung des hinzugezogenen Sachverständigen, dem Diplom-Geologen Ulrich Eckstein, statt. Er arbeitet für das Sachverständigenbüro für Umweltschutz, Dr. Eberlein und Eckstein, in Neunkirchen am Brand, welches auf Empfehlung des Landratsamtes mit der Aufgabe betraut wurde. Von dem Ergebnis erhoffen sich die Verantwortlichen Klarheit darüber, inwieweit das Erdreich mit Ölrückständen belastet ist. Insgesamt wurden vier Proben entnommen, die das Zirndorfer Labor Orga Lab in Augenschein nimmt. Das Resultat wird bis Ende nächster Woche erwartet.
Da es sich bei der aufgefundenen Altlast um eine »größere Maßnahme« handelt, betonte Herold in diesem Zusammenhang die »wirklich gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt in Neustadt, dem Wasserwirtschaftsamt sowie dem Sachverständigenbüro«.

NÜRNBERGER NACHRICHTEN 25.07.2002
Kontrollierte Qualität aus dem Wasserhahn
Neue Trinkwasserverordnung nützt dem Verbraucher
Fachtagung in Ansbach – Weniger Hausbrunnen erwartet
    ANSBACH/UFFENHEIM ( edü) – Nitrat und Bakterien sind künftig nicht mehr allein die wichtigsten Schadstoffe, auf die das Trinkwasser kontrolliert wird. Die Labors werden bei den regelmäßigen Untersuchungen vielmehr auch nach Krebs erregenden Substanzen forschen. »Der Verbraucherschutz wird mit der neuen Trinkwasser- Verordnung deutlich vergrößert«, betonten Dr. Johann Rietzler und Volker Liebig bei einer Informationstagung für Experten in Ansbach.

    Denn nach den Worten des Vize-Präsidenten im Deutschen Verband Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP) wird das Trinkwasser künftig wesentlich stärker kontrolliert als nach der heutigen Verordnung. Nicht zuletzt die Hausbrunnen, von denen in der Region schon heute 40 Prozent nicht die Grenzwerte einhielten, würden strenger beurteilt. Arndt Bock, Leiter des Wasserwirtschaftsamt Ansbach, ist überzeugt, dass sich der »bereits sehr hohe Anschlussgrad von etwa 94 Prozent« an zentrale Wasserversorgungen noch erhöhen werde. »Wir erwarten Mehrarbeit, aber das ist von der Sache her kein Problem«, so Bock. Mehr Sicherheit wird nach Rietzlers Ansicht die Umsetzung der EU-Rahmenrichtlinie für die Wasserverbraucher bringen. So müssten von den Wasserversorgern viel eher Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
als bisher, wenn eine Wasserprobe zweifelhafte Werte bringe. Unter anderem seien Einrichtungen für eine »Notchlorung« zu schaffen und Maßnahmenpläne zu erarbeiten. Für Labore kostspielig sei die Absenkung der Nachweisgrenzen, weil neue Untersuchungsverfahren und Messgeräte eingesetzt werden müssen.
»Früher hat der Wasserwart Proben gezogen, künftig müssen das Personen und Institute mit Kompetenznachweis tun«, berichtete Rietzler. Auf die neue Trinkwasserverordnung, die im Januar 2003 in Kraft treten und längstens ein Jahr Übergangfrist gewähren wird, reagieren die Wasserversorger unterschiedlich. Friederich Zapf, Geschäftsführer des Zweckverbands Reckenberg-Gruppe Gunzenhausen), sieht »kein Problem«. Schon bisher habe man sämtliche Untersuchungen von einem zertifizierten Labor vornehmen lassen. Die Fernwasserversorgung Franken (Uffenheim) lässt nach den Worten ihres Betriebsleiters Joachim Rautenberg ihr Labor akkreditieren. »Wir können mit der neuen Verordnung leben, der Wasserpreis wird dadurch nicht steigen«, sagte Rautenberg. An der internen Ansbacher Fachtagung, die aufgrund eines Übermittlungsfehlers von unserer Zeitung versehentlich mit falschem Beginn angekündigt war, nahmen 120 Experten aus Behörden und Labors sowie von Wasserversorgern teil.

WIRTSCHAFT IN MITTELFRANKEN 7/2001
Orga Lab meldet Rekordumsatz
    Die Orga Lab GmbH Labor für Umwelt- und Problemstoffanalytik in Zirndorf hat 1999 2,4 Mio. DM allein im Bereich Analytik umgesetzt und einen Gewinn nach Steuern von 75 000 DM erzielt. Damit ist der Umsatz im zehnten Jahr in Folge angestiegen. Der Gewinn des vergangenen Jahres wurde maßgeblich durch gestiegene Personalkosten gedrückt, da sich Orga Lab personell um vier Personen verstärkt hat und jetzt auf 29 hochqualifizierte Mitarbeiter zählen kann. Die Tendenz für 2000 lässt erahnen, dass das laufende Jahr wiederum ein Rekordjahr werden kann. Die Marke für 2000 liegt nunmehr bei 2,75 Mio.
WWW-SERVICE – WWW AKTUELL
Betrieblicher Umweltschutz
www.orgalab.de
    Sie wollen sich im Bereich Umweltschutz auf den neuesten Stand bringen lassen? Dann sind Sie hier an der richtigen Adresse! Nahezu jedes Unternehmen hat sich mittlerweile mit Fragen des betriebliche Umweltschutzes, des Qualitätsmanagements, des Umweltmanagements oder ähnlicher Themen auseinanderzusetzen. Viele Firmen greifen immer häufiger auf betriebsfremde Dienstleister zurück. Unter dieser Adresse könne Sie sich ausführliche Infos über das Angebot an analytischen Dienstleistungen und aktuellen Umweltschutzmaßnahmen holen. Informieren Sie sich zudem mittels der unzähligen Rubriken und Links komfortabel und zielgerichtet über diese umfassende Themengebiet. Gerade in Zeiten der permanenten Gesetzesänderungen und -verschärfungen, verliert man schnell den Überblick. Besonders interessant: Das umfangreiche Dienstleistungsspektrum und die wachsende Kooperation mit kompetenten Partnerfirmen.
ZIRNDORFER LOKALANZEIGER, NR. 7, 1997
Idee verhalten aufgenommen
Ökologisches Wirtschaften weniger gefragt
    (mb) – Noch recht verhalten war die Resonanz auf die Idee zu einem Arbeitskreis, der Ideen zu einem effektiven Umweltmanagement entwickeln und realisieren soll. Von rund 40 Firmen, die Bürgermeister Gert Kohl eingeladen hatte, waren ganze drei erschienen, und auch dort zeigte man sich von der Möglichkeit der Zertifizierung gemäß der europäischen Umweltrichtlinie DIN-ISO 14001 oder dem »Ökoaudit« nicht gerade begeistert. »Wir machen schon was« lautete die eine Reaktion, andere Diskutanten aus den Zirndorfer Firmen machten darauf aufmerksam, dass der Aufwand für ein umweltgerechtes Qualitätsmanagement vielen Betrieben gerade in der derzeitigen Situation zu groß sei. Wenn der Gesetzgeber schon eine Zertifizierung durchsetzen wolle, so der Tenor der Unternehmen, dann solle er bitteschön neben dem Lob auch eine Unterstützung für die Kosten des Verfahrens gewähren.

    Bürgermeister Gert Kohl zeigte sich jedoch keineswegs entmutigt, hatten die Vertreter der Firma »Orga Lab« ebenso, wie die Umweltschutzbeauftragte der AEG-Hausgeräte, der Beratungsfirma Gubis und der IHK Nürnberg auf die Vorteile des Umweltmanagements hingewiesen. Wenn man sich schrittweise »herantastet«, funktioniere die ökologische Unternehmensplanung auch und bringe obendrein kostenmäßig Vorteile.
Gert Kohl: »Die Sorge der Unternehmen sind bei einer Nichtbefassung mit dem Thema mittelfristig garantiert noch höher.«
Möglich wäre die Entwicklung von Umweltmanagementstrategien in den Zirndorfer Betrieben durch einen Arbeitskreis, in dem die Firmenvertreter ihre Ideen und Erfahrungen austauschen und von erfahrenen Fachleuten beraten werden. Außer dem eigenen Einsatz müssen die Teilnehmer nichts mitbringen: Die ganze Infrastruktur der Arbeitskreise und der Fachleute wird nämlich nach dem »Hohenloher Modell« in Baden-Württemberg durch die »Bundesstiftung Umwelt« finanziert.

    Nicht zuletzt aus diesem Grund will sich Bürgermeister Gert Kohl mit der dürftigen Resonanz auf die erste Veranstaltung noch nicht zufrieden geben. Branchenspezifisch soll die Stadt die Firmen nocheinmal informieren und in Zusammenarbeit mit der in der Bibertstadt ansässigen Firma »Orga Lab« konkrete Anknüpfungspunkte vorschlagen.

    Zirndorf hat nämlich, dessen ist sich auch das Stadtoberhaupt bewusst, die einmalige Chance, mit Mitteln der »Bundesstiftung Umwelt« seinen Unternehmen ein Stück Zukunfts-Know-how mit auf den Weg zu geben. »Diese einmalige Chance auf einen Innovationssprung sollten sich die Betriebe nicht entgehen lassen«, so Gert Kohl.

    (Bildunterschrift: Gemeinsam mit Moderator Volker Liebig, Dr. Ronald Künneth von der IHK, Dr. Mathias Frost und Karl-Peter Engels von Gubis, Petra Lammer von der AEG-Hausgeräte und Roland Hache (Orga Lab Zirndorf) diskutierte Bürgermeister Gert Kohl die nächsten Schritte zum Zirndorfer Arbeitskreis Umweltmanagement.

JAHRESBERICHT BAYERN INNOVATIV 1998
Laser – Spürnase für Öle im Boden
    Zur Messung von Schadstoffen in Böden, beispielsweise von Mineralölen, werden i. d. R. Bodenproben genommen, die im Labor chemisch analysiert werden. Die herkömmlichen chemischen Verfahren haben jedoch zahlreiche Nachteile. Die zum Teil langwierigen Analysen können üblicher Weise nicht direkt an Ort und Stelle vorgenommen werden. Von einer Forschergruppe um Professor Hans-Gerd Lohmannsröben von der Universität Erlangen-Nürnberg wurde die Fluoreszenzspektroskopie weiterentwickelt. Dabei bestrahlt man eine probe mit Laserlicht variabler Länge, wodurch die Teilchen ein charakteristisches Fluoreszenzlicht aussenden. Die Intensität des Fluoreszenzlichts gibt dabei Auskunft über die Mineralölkonzentration. Der Verlauf des Fluoreszenzlichts ist gleichsam ein Fingerabdruck des Chemikalien-Cocktails und ermöglicht die Bestimmung der Leitkontaminationen (Rohöl, Kerosin, Diesel etc.). Die Bodenproben lassen sich dabei direkt analysieren, da Kohlenwasserstoffe nicht mehr extrahiert werden müssen.

    In einem Technologie-Transfair-Projekt der genannten Forschergruppe zusammen mit der Bodensanierungsanlage Bilfinger und Berger in Roth und der Umweltmesstechnikfirma Optimare GmbH in Wilhelmshaven soll die mit Hilfe der laser-induzierten Fluoreszenzspektroskopie neu entwickelte Mineralölanalytik im Hinblick auf eine bessere Vermarktung weiterentwickelt und im Feldversuch praxisnah optimiert werden.
In diesem von der Bayern Innovativ begleiteten und unterstützten Projekt wurde ein transportables Fluoreszenzspektrometer entwickelt mit dessen Empfindlichkeit sich Mineralölkonzentrationen von bereits 50 – 100 mg pro kg nachweisen lassen. Diese Neuentwicklung wurde auf dem Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ auf der Analytica 1998 vorgestellt.

    Mittlerweile wurde ein Pilotprojekt für die Untersuchung von rohölkontaminierten Grundwässern und Böden in Kuwait angegangen, mit der Orga Lab GmbH, Zirndorf, und dem Kuwait Institut for Scientific Resaerch als weiteren Kooperationspartnern. Bei einem erfolgreichen Abschluss dieses Pilotprojekts steht ein Großauftrag aus Kuwait bevor, der zur Existenzgründung aus dieser Forschungsgruppe führen könnte.

FÜRTHER NACHRICHTEN, 21.5.1998
In Startjahren gibt es noch zu viele Tücken
Der bayerische DGB-Landesvorsitzende Fritz Schösser (MdL) hat sich diese Woche in zwei Zirndorfer Betrieben umgesehen – Eurobtec und Orga Lab schilderten den SPD-Politikern ihre Schwierigkeiten – Wichtiges anliegen: Eine Senkung der Abgaben ist nötig.
    Zirndorf – Zu wenig qualifizierte Ingenieure auf dem Arbeitsmarkt, uneinsichtige Banken und Zuschüsse, die an bürokratischen Hürden scheitern – das sind die drei Hauptprobleme, mit denen heimische mittelständische Betriebe zu kämpfen haben. Das wurde bei einem Besuch des DGB-Landesvorsitzenden und bayerischen Landtagsabgeordneten der SPD, Fritz Schösser, bei den Zirndorfer Firmen Orga Lab und Eurobtec deutlich.
Letzteres Unternehmen hat sich innerhalb kürzester Zeit mit »maßgeschneiderten« Lösungen in der Robotertechnik einen Namen gemacht. Vergeblich sucht Geschäftsführerin Monika Preiß allerdings schon seit geraumer Zeit nach geeigneten weiteren Informatikern oder Ingenieuren. Selbst über eine Stellenausschreibung im weltweit erreichbaren Internet gab es keine Resonanz. »Es sind einfach zu wenig qualifizierte Mitarbeiter auf dem Markt«, stellte Preiß fest. Ihr Sohn studiert derzeit an einer Technischen Universität Wirtschaftsingenieurwesen. »Man hat ihm schon unzählige Angebote gemacht, egal, wie die Prüfungen ausfallen, so händeringend wird nach Ingenieuren zur Zeit gesucht.«


Bank als Geldgeber

    Ein Problem des Zirndorfer High-Tech-Betriebes: Die Hausbanken verweigern oft die Zwischenfinanzierung von Projekten, die gerade in der Robotertechnik oftmals eine lange Vorlaufzeit haben. Wenngleich die Realisierungsquote von Eurobtec sehr hoch ist, bekommt Monika Preiß von den Banken nur abschlägige Bescheide. »Es müsste nicht nur Existenzgründer-Kapital geben, sondern auch Existenz-Sicherungs-Kapital«, so Preiß. Bei der den Firmenbesuchen folgenden Diskussionsveranstaltung in der Paul-Metz-Halle plädierte Fritz Schösser denn auch dafür, dass auch die Bayerische Landesbank für Aufbaufinanzierung als Geldgeber in solchen Fällen mit einsteigen müsste. Ein großer Teil der möglichen Zuschüsse, so der Landtagsabgeordnete, würde zudem gar nicht abgerufen, weil der geforderte bürokratische Aufwand für kleine Betriebe einfach zu groß sei. In Frankreich sei das Verständnis für den Mittelstand ganz anders. Dort würden innovative Projekte mit bis zu 25 Prozent vorfinanziert. Ähnliche Erfahrungen wie Eurobtec hat auch die Firma Orga Lab gemacht, die zweite Station der Firmenbesuche von Fritz Schösser in Begleitung der Tuchenbacher Bundestagsabgeordneten Marlene Rupprecht, des Cadolzburger Landtagsabgeordneten Heiko Schultz, Zirndorfs Bürgermeister Gert Kohl und des SPD-Fraktionssprechers im Kreistag, Martin Fischer. Als sich Orga Lab vor acht Jahren in der Bibertstadt ansiedelte, verweigerten die Geldgeber aus der hiesigen Region allesamt ihre Unterstützung. Ein Gesellschafter aus Ostbayern machte schließlich in seiner Heimat eine Bank aus, die dem Betrieb in der Startphase unter die Arme griff.


Ständige Investition

    Heute zählt Orga Lab zu den drei größten Unternehmen in Deutschland, die sich mit speziellen Boden-, Wasser- und sonstigen Stoffproben befassen. Die Auftragsbücher sind momentan – dank der Untersuchungen von Luft und Bodenproben in der Fürther Kalbsiedlung, im Pinder-Areal in Zirndorf und anderen ehemals von den Amerikanern genutzten Arealen – gut gefüllt.
Um der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein, bedarf es aber auch bei Orga Lab regelmäßiger Investitionen in neue Geräte, die auch vorfinanziert werden müssen.
Während der Umweltanalyse-Betrieb somit gute Geschäfte in ganz Deutschland macht, lebt Eurobtec – spezialisiert auf Roboteranwendungen zu Schulungs- und Ausbildungszwecken – hauptsächlich von Auslandsgeschäften. »Die Schulen bei uns haben ja kein Geldmehr, da müssen sich schon die Lehrer die Kreide selbst kaufen«, erzählt Monika Preiß kopfschüttelnd.
ROLAND BECK

NÜRNBERGER NACHRICHTEN
Militärmüll schafft Probleme
Auf dem Zirndorfer Kasernengelände gibt es »Reichsdeutsche Altlastenverdachtsflächen« – Amt will deutsche und amerikanische Hinterlassenschaften getrennt sehen – Doch das geht nicht
    ZIRNDORF – Die Bundesdeutsche Behördensprache ist um eine bemerkenswerte Wortkombination reicher: es gibt seit neuestem »Reichsdeutsche Altlastenverdachtsflächen«.

    So schrecklich schön diese beiden Worte auch sind, verbergen sich hinter ihnen doch große Probleme, die die Stadt Zirndorf auch noch Geldkosten. Diese »verdächtigen« Flächen befinden sich nämlich auf dem Areal der Pinder-Kaserne. Sie stehen »im Verdacht«, dass dort Motorenflüssigkeit verschüttet wurde und versickert ist, dass vielleicht auch die eine oder andere Hand- oder Schießgranate unter der Erde liegt und ähnliches giftiges oder gefährliches Zeugs mehr.

    Und da beginnen die Probleme. In den letzten 50 Jahren war diese Kaserne von englisch sprechenden Soldaten besiedelt, die da Ölwechsel betrieben, Benzintanks füllten, Reifen wegschmissen oder auch ein bisschen Munition verschlampten.
Das alles, was da auf oder unter den Boden kam, wird heute als Altlast bezeichnet. Und dafür ist das Amt für Verteidigungslasten – früher einmal auch für Besatzungskosten und später für Stationierungskosten zuständig – verantwortlich.
Aber eben auch für nicht mehr. Denn: bevor die Amerikaner in die Kaserne einzogen, gab es da die deutsche Wehrmacht mit dem Hakenkreuz auf der Uniform, und was deren Soldaten in diesem Fall in Zirndorf auf den Boden fallen ließen, wurde zwar auch zur Altlast, doch für die will das Amt, das die Verteidigungslasten verwaltet, nicht zuständig sein.


Zirndorf zuständig?

    Der Bund – es ist ein Bonner Amt – meint, für den reichsdeutschen Dreck sei die Stadt Zirndorf zuständig. Der Grund ist schwer ersichtlich, denn Zirndorf hat – sicheren Quellen zufolge – ja nicht allein Krieg gegen die halbe Welt geführt.
Weil also jetzt da »Zuständigkeiten« entstanden, müsste eigentlich der im Boden liegende reichsdeutsche Abfall von dem amerikanischen Altlastenzeug getrennt werden. Wie das gehen soll, hat das Lastenamt nicht gesagt.
Und es hätte auch keinerlei Fachleute bedurft, um zu dem Schluß zu kommen, zu dem sie gekommen sind, nämlich dass eine getrennte Erfassung dieser amerikanischen und deutschen Altlasten nur schwer nachvollziehbar sein werde. Es sei vielmehr eine Aufteilung erforderlich. So untersucht jetzt ein Institut für Grundwasser und Bodenschutz diese »Altlastenverdachtsflächen« im Auftrag des Bundes und praktischerweise auch im Auftrag Zirndorfs. Für die »Reichsdeutschen« alten Lasten kostet das etwa 22 700 Mark.
Und freundlicherweise meint man bei der Obersten Baubehörde und auch bei der Regierung von Mittelfranken in Ansbach, dass diese Untersuchung aus dem Topf der Städteförderung zu unterstützen sei. Das heißt, 60 Prozent zahlt Bayern, 40 Prozent – also etwa 8870 Mark – die Stadt Zirndorf.
Die Stadträte des Bauausschusses sagten denn auch ja, so solle die Untersuchung vorgenommen werden. Was sollten sie auch sonst sagen? Was danach kommt ist die Beseitigung der Altlasten auf den »verdächtigen« Kasernenflächen. Und das kostet sicher noch mehr als die Untersuchungen alleine.
HELMUT KRIEGEL

MITTELFRÄNKISCHE WIRTSCHAFT
Orga Lab GmbH auf Wachstumskurs
    Die Bilanz der Orga Lab GmbH, Zirndorf, für das Geschäftsjahr 1995 schloß mit einem Wachstum ab. Nach einem zufriedenstellenden Ergebnis in 1994 konnte das Unternehmen den Umsatz in 1995 deutlich steigern. Das Kerngeschäft, die Sparte Analytik (ohne Forschung und Entwicklung), erzielte im Kalenderjahr 1995 einen Umsatz von 1,61 Mio. DM. Der Gewinn [...]
NÜRNBERGER NACHRICHTEN, 04.08.1994
Altlasten kommen auf den Prüfstand
Fürther Institut hat sich seit fünf Jahren auf den Grundwasser- und Bodenschutz spezialisiert – Vielen Giften im Untergrund auf der Spur – Historische Studien oft unvermeidlich – Bakterien helfen
    FÜRTH (mk) – Umweltkatastrophen und Unfälle, bei denen giftige Substanzen in den Erdboden und das Grundwasser gelangen, gehören mittlerweile schon fast zur Tagesordnung. Der Behebung solcher Schäden hat sich seit nunmehr fünf Jahren das Institut für Grundwasser- und Bodenschutz (IGB) verschrieben.

    Zu zweit haben die Geologen Reinhold Lippert und Joachim Schmolke 1989 angefangen. Ein Jahr später gründeten befreundete Chemiker das Orga Lab ein Labor, in dem außer Dioxinen alle relevanten Umweltschadstoffe in Bodenproben ausfindig gemacht werden können. Beide Firmen arbeiten eng zusammen und zählen insgesamt über zwanzig Mitarbeiter. Eine Zweigniederlassung des Firmenverbundes besteht seit gut einem Jahr im thüringischen Suhl. Die meiste Arbeit machen Altlasten – vor allem, wenn es um Grundstücksverkäufe und Bauvorhaben geht.

    Zuerst ist es Aufgabe der Geologen, Bodenproben zu entnehmen, um die Größe der verseuchten Stelle zu klären. Anschließend kann das betroffene Gebiet ausgebaggert werden. Das kontaminierte Material wird dann einer Entgiftungsfirma übergeben. Dort kommen Bakterien zum Einsatz, die besonderen Appetit auf Öle und Benzin haben. Sie verdauen die schädlichen chemischen Verbindungen zu unschädlichem Kohlendioxid und Wasser.
Sobald ihre Nahrung – das Öl – verbraucht ist, sterben sie ab und hinterlassen gereinigten Boden, der an anderer Stelle wieder verwendet werden kann. Da alle Bakterien, die Schadstoffe fressen, ohnehin in der Natur vorkommen, können sich daraus aber auch gefährliche Konsequenzen ergeben, erzählt Schmolke. Kommen Lösungsmittel in das Erdreich, können diese von Bakterien, die im Boden leben, zwar verdaut werden, jedoch entstehen manchmal noch weitaus giftigere Verbindungen als vorher.

    Wird ein Gelände systematisch untersucht, steht dabei die historische Erkundung am Anfang. Mit Begin der industriellen Revolution hat, so Schmolke, die Einlagerung heutiger Altlasten ihren Anfang genommen. Seit damals bis vor rund 15 Jahren hat man sich, da man nur wenig darüber wusste, kaum Gedanken über die Gefährlichkeit von chemischen Abfällen für Boden und Grundwasser gemacht. So müssen die Geologen alte Bebauungspläne studieren und in den Archiven von Heimatforschern wühlen. Wenn sie Glück haben, fördern sie dabei sogar den Plan einer schon lange abgerissenen Fabrik zutage und können daraus fast auf den Meter genau die ehemaligen Standorte einzelner Fertigungskomponenten bzw. Schadstoffquellen erkennen.

    Wichtig sind dabei auch die Verläufe von Lehmschichten und Grundwasseradern, die die Gifte aufhalten oder verteilen können. Nicht selten ist ein Grundstück deshalb belastet, weil das Grundwasser die Schadstoffe der Nachbarn eingeschwemmt hat. In so einem fall werden Brunnen gebohrt und das belastete Wasser in Strip-Türmen gereinigt. Anschließend kann das saubere Wasser wieder irgendwo im Boden versickern und zum Grundwasser zurückfließen.

    Auch die Luft, die sich in den Bodenporen befindet, kann mittels brunnenähnlicher Bohrungen abgesaugt werden. Durch Unterdruck an den Bohrungen strömt von anderen Stellen saubere Luft in das Erdreich nach. Auf diese weise bildet sich ein Kreislauf, wodurch zum Beispiel leichtflüchtige Lösungsmittel in der Erde verdampft und abgesaugt werden können.


Brisante Aufgabe

    Mit gemischten Gefühlen sprechen Schmolke und Lippert über zukünftige Aufträge bei der Sanierung militärischer Altlasten. Diese befänden sich hauptsächlich auf verlassenen US-Kasernen. Schlampiger Umgang mit Gefahrstoffen und der Umstand, dass die militärische Geschichte der Grundstücke oft bis in die Kaiserzeit zurückreicht, machen vor allem die historische Erkundung der Schadensorte schwierig.
Viel der Baupläne von Munitions- oder Treibstofflagern haben damals höchster Geheimhaltung unterlegen und seien meist sofort wieder vernichtet oder erst gar nicht zu Papier gebracht worden. Die noch zuverlässigste Quelle stellten bei dieser Aufgabe die Fotos alliierter Luftaufklärer dar, worauf zumindest die wichtigsten oberirdischen Anlagen zu erkenne sind.

TECHNIK FÜR UMWELTSCHUTZ – JAHRBUCH 1994
Saubere Eigenwasserversorgung
    Kommunen, die ihren Wasserbedarf durch Eigenversorgung decken, oder auch Wasserbeschaffungsverbände werden nicht selten mit dem Triazinproblem konfrontiert. Die Suche nach einer Lösung zur Reinigung und Sanierung des mit Triazin belasteten Grundwassers endet jedoch – nach langen und anstrengenden Auseinandersetzungen mit Behörden und Ämtern – nicht selten mit dem Anschluss an die Fernwasserversorgung.


Alternative zur teuren Sanierung

    Zur sicheren Trinkwasserversorgung bietet die Firma Orga Lab GmbH eine preiswerte und beinahe wartungsfreie Anlage an, die triazinbelastete Grundwässer problemlos aufbereitet. Dieses System kann sehr individuell ausgelegt werden. Es berücksichtigt neben dem Wasserbedarf auch die räumlichen Gegebenheiten und die Schadstoffbelastung bei den einzelnen Kunden. Dies hat den großen Vorteil der Flexibilität und bedeutet für den Kunden, dass sich die Kosten auf den tatsächlich benötigten Aufwand begrenzen. Das Verfahren basiert auf der Adsorption der Schadstoffe an Aktivkohle und ist somit denkbar unkompliziert. Spezielle Einstellungen durch hauptberufliche Anlagenbetreuer sind nicht notwendig. Auch nach bakteriologischen Gesichtspunkten ist das System unbedenklich. Eine Ausnahme bilden natürliche Wässer, die schon von vornherein mit Bakterien belastet sind. Diese könne sich in der Anlage festsetzen. Bei derartigen Wässern wird mit Wasserstoffperoxid entkeimt.

© Orga Lab GmbH, 2010  ·  Fürther Straße 35  ·  90513 Zirndorf
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