| In unseren Laboratorien für anorganische Analyse widmen wir uns den circa 80 stabilen Elemente und bestimmen ihren exakten Gehalt in einer Vielzahl von Matrices. Die Bindungen welche diese Elemente eingehen sind hier meistens von untergeordnetem Interesse, entscheidend sind die Gesamtgehalte. Metalle und Halbmetalle sind seit den Kindertagen der analytischen Chemie die Klassiker, nicht zerstörbar sondern immer nur in der Umwelt verteilbar und wieder anreicherbar haben sei auch nach Jahrhunderten nichts von ihrer Faszination verloren. Neben den gängigen Elementen wie zum Beispiel Arsen, Blei, Cadmium, Chrom und Quecksilber, sind uns aber auch ihre unbekannteren Geschwister Lanthan, Gadolinium und Yttrium nicht fremd. Zunehmendes Interesse erfahren in den letzten Jahren die Vertreter der Halogene, namentlich Fluor, Chlor Brom und Iod. Abgerundet wird unser Spektrum durch die Analyse von Kohlenstoff, Schwefel und Stickstoff. Die Vielfalt der Substanzen ist bei weitem nicht so groß wir in der organischen Analytik, dafür sind die Substanzen weitaus stabiler als Ihre anorganischen Verwandten. Dies erfordert von uns eine härtere Vorgehensweise. Extraktionen mit starken Säuren und Verbrennungen über 1000°C sind daher die Methoden der Wahl — die oben beschriebene rohe Gewalt. |